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Ich liebe meine Menschen – trotzdem! von Heidi Busch-Manzel
 
Rezension aus: Der Neue Tag (oberpfalznetz.de) vom 27.01.2010
 
In Fuchsmühl die große Liebe entdeckt
Aus dem Leben eines selbstbewussten Hundes - Roman macht nebenbei auch Werbung für Steinwald

Wenn Heidi Busch-Manzel im März auf der Leipziger Buchmesse aus "Ich liebe meine Menschen - trotzdem!" liest, begeistert sie vermutlich die Zuhörer nicht nur für ihren Roman, sondern auch für den Steinwald. Zusammen mit ihrem Mann und Max machte sie hier Urlaub. Alle drei waren begeistert. Und das ist auch im Buch spürbar.
"Wir machten täglich Wanderungen oder Spaziergänge. Die Gegend gefiel uns allen gleichermaßen. Sanfte Hügel, kleine Berge. Ruhe und Erholung pur", erzählt Max, der im Steinwald seine große Liebe fand.
Gefunkt hat es an einem wunderschönen Augusttag, schwärmt Max im Roman von Heidi Busch-Manzel. "Wir mussten noch einen kleinen Berg hoch. Da war sie! Sie kam den Weg zu uns herunter. Wir schauten uns an, von fern. Wir rochen uns. Wir wussten beide: Du bist es!"

"Was für eine Schönheit!"
"Als ich sie erreichte, blieb ich wie gebannt stehen. Was für eine Schönheit!", attestiert Max. "Eine prachtvolle Berner Sennenhündin. Blutjung und bildhübsch."
Ach ja - Max ist ein Schäferhund-Labrador-Mix. Heidi Busch-Manzel schreibt in "Ich liebe meine Menschen - trotzdem!" aus dem Blickwinkel ihres geliebten Vierbeiners. Sie lässt den Leser teilhaben an amüsanten, aber auch traurigen Erlebnissen. Passagen, über die man schmunzelt oder herzlich lacht, wechseln sich mit nachdenklich stimmenden ab. Auf alle Fälle ein Tierroman mit Biss. Heidi Busch-Manzel, die im hessischen Pfungstadt lebt, erklärt: "Ich habe das alles mit Max so erlebt, beschreibe es aber aus seiner Sicht." Auch die Liebe zu Steinwald und Oberpfalz.
"Die Erwachsenen waren glücklich, denn nicht nur wir Hunde verstanden uns auf Anhieb prächtig. Sie trafen sich schnell zum Kaffee bei Cora zu Hause und redeten und redeten ..."
Zu Hause bei Cora, der "bildhübschen Berner Sennenhündin", - das war in Fuchsmühl. Coras Frauchen ist keine fiktive Romangestalt. Lucie Paetzold lebt seit 14 Jahren in der Steinwaldgemeinde und ist von Landschaft und Bewohnern mindestens so begeistert wie Familie Busch. "Alles sehr hilfsbereite Menschen", freut sie sich im Gespräch mit unserer Zeitung. Die 75-Jährige schätzt die gesunde Luft und die "wunderschöne Gegend" im Steinwald. Sie empfiehlt jedem, "hier seinen Lebensabend zu verbringen". Lucie Paetzold ist sich sicher: "Wer hierher zieht, lebt ein paar Jahre länger." Zur Familie Busch habe sich schnell echte Freundschaft entwickelt - nicht nur wegen, aber wohl über die Hunde. "Zwei verrückte Verliebte, gesucht und gefunden. Es wurde ein unvergesslicher Urlaub", weiß Max dazu zu berichten. Und über Lucie Paetzold und Heidi Busch-Manzel: "Die zwei Frauen waren wohl seelenverwandt". Beim Kaffeetrinken entdeckten sie Gemeinsamkeiten. "Beide Sternzeichen Fisch. Beide aus Mecklenburg - aus dem selben kleinen Ort! Beide ein bisschen verrückt, was Tiere anging. Es entstand eine Vertrautheit, die bis heute anhält."

Weite Wiesen, tiefe Wälder
Und so verbrachte Familie Busch - natürlich mit Max - mehrfach ihren Urlaub in Fuchsmühl und Umgebung. "Unbeschwert, unbelastet, fröhlich und ausgelassen. Zuhause zehrten wir alle von dieser Zeit. Meinen Leuten gefiel die Landschaft in der Oberpfalz ausgesprochen gut. Weite Wiesen und Felder und tiefe, dichte Wälder", erinnert sich Max in "Ich liebe meine Menschen - trotzdem!". Kein bisschen anders sieht dies Herrchen Wilfried Busch, der besonders die "endlosen Wanderungen durch die herrliche Landschaft" schätzt. "Wir waren früher viel in Spanien unterwegs." Mit dem Wohnmobil habe die Familie mehr oder minder die gesamte Mittelmeerküste erkundet, berichtet Wilfried Busch. Doch damit war Schluss, nachdem Diebe einmal das Wohnmobil plünderten. "Nach einem Urlaub im Bayerischen Wald bin ich dann gewissermaßen über den für mich ungewöhnlichen Namen Fuchsmühl gestolpert." Ja und dann kam es zur Begegnung zwischen Max und Cora. Heidi Busch-Manzel lässt Max die Faszination Steinwald so beschreiben: "Am liebsten hätte ich mich auf Dauer in der Oberpfalz einquartiert. Das war natürlich ausgeschlossen. Aber wir erlebten alle vier Jahreszeiten dort und jede war einmalig schön, für meine Leute, aber besonders für mich."

Tolle Erlebnisse
Heuer will Familie Busch wieder in die Oberpfalz kommen. Auch wenn Max nicht mehr dabei sein kann, denn kurz nachdem das Manuskript für "Ich liebe meine Menschen - trotzdem!" fertiggestellt war, starb der geliebte Vierbeiner nach einem Schlaganfall. Es bleibt die Erinnerung an tolle Erlebnisse, an denen Heidi Busch-Manzel die Leser ihres Erstlingswerks teilhaben lassen möchte.

Die Autorin
Heidi Busch-Manzel kam in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) zur Welt. Kriegsflucht verschlug die Familie nach Witzenhausen und Bremerhaven, wo Heidi Busch-Manzel ihre Kindheit und Schulzeit verbrachte. Nach ihrem Pädagogik-Studium an der Uni Bremen und ihrer ersten Lehramtsstelle im Schuldienst in Bremerhaven zog sie 1968 nach Pfungstadt (Hessen), wo sie eine Stelle als Lehrerin an der Gutenbergschule in Eschollbrücken bekam. Dort unterrichtete sie bis zu ihrer Pensionierung. Über 13 Jahre hatte Heidi Busch-Manzel einen Schäferhund, über zehn Jahre einen Schäferhund-Labrador-Mix. Viele Jahre beeinflussten zusätzlich insgesamt fünf Katzen das Leben der Familie (verheiratet seit 1967, zwei Töchter).

(hd)

 
 
 


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