In Fuchsmühl die große
Liebe entdeckt
Aus dem Leben eines selbstbewussten Hundes - Roman
macht nebenbei auch Werbung für Steinwald
Wenn Heidi Busch-Manzel im März auf der Leipziger
Buchmesse aus "Ich liebe meine Menschen - trotzdem!" liest,
begeistert sie vermutlich die Zuhörer nicht nur
für ihren Roman, sondern auch für den Steinwald.
Zusammen mit ihrem Mann und Max machte sie hier Urlaub.
Alle drei waren begeistert. Und das ist auch im Buch
spürbar.
"Wir machten täglich Wanderungen oder Spaziergänge.
Die Gegend gefiel uns allen gleichermaßen. Sanfte
Hügel, kleine Berge. Ruhe und Erholung pur",
erzählt Max, der im Steinwald seine große
Liebe fand.
Gefunkt hat es an einem wunderschönen Augusttag,
schwärmt Max im Roman von Heidi Busch-Manzel. "Wir
mussten noch einen kleinen Berg hoch. Da war sie! Sie
kam den Weg zu uns herunter. Wir schauten uns an, von
fern. Wir rochen uns. Wir wussten beide: Du bist es!"
"Was für eine Schönheit!"
"Als ich sie erreichte, blieb ich wie gebannt
stehen. Was für eine Schönheit!", attestiert
Max. "Eine prachtvolle Berner Sennenhündin.
Blutjung und bildhübsch."
Ach ja - Max ist ein Schäferhund-Labrador-Mix.
Heidi Busch-Manzel schreibt in "Ich liebe meine
Menschen - trotzdem!" aus dem Blickwinkel ihres
geliebten Vierbeiners. Sie lässt den Leser teilhaben
an amüsanten, aber auch traurigen Erlebnissen.
Passagen, über die man schmunzelt oder herzlich
lacht, wechseln sich mit nachdenklich stimmenden ab.
Auf alle Fälle ein Tierroman mit Biss. Heidi Busch-Manzel,
die im hessischen Pfungstadt lebt, erklärt: "Ich
habe das alles mit Max so erlebt, beschreibe es aber
aus seiner Sicht." Auch die Liebe zu Steinwald
und Oberpfalz.
"Die Erwachsenen waren glücklich, denn nicht
nur wir Hunde verstanden uns auf Anhieb prächtig.
Sie trafen sich schnell zum Kaffee bei Cora zu Hause
und redeten und redeten ..."
Zu Hause bei Cora, der "bildhübschen Berner
Sennenhündin", - das war in Fuchsmühl.
Coras Frauchen ist keine fiktive Romangestalt. Lucie
Paetzold lebt seit 14 Jahren in der Steinwaldgemeinde
und ist von Landschaft und Bewohnern mindestens so
begeistert wie Familie Busch. "Alles sehr hilfsbereite
Menschen", freut sie sich im Gespräch mit
unserer Zeitung. Die 75-Jährige schätzt die
gesunde Luft und die "wunderschöne Gegend" im
Steinwald. Sie empfiehlt jedem, "hier seinen Lebensabend
zu verbringen". Lucie Paetzold ist sich sicher: "Wer
hierher zieht, lebt ein paar Jahre länger." Zur
Familie Busch habe sich schnell echte Freundschaft
entwickelt - nicht nur wegen, aber wohl über die
Hunde. "Zwei verrückte Verliebte, gesucht
und gefunden. Es wurde ein unvergesslicher Urlaub",
weiß Max dazu zu berichten. Und über Lucie
Paetzold und Heidi Busch-Manzel: "Die zwei Frauen
waren wohl seelenverwandt". Beim Kaffeetrinken
entdeckten sie Gemeinsamkeiten. "Beide Sternzeichen
Fisch. Beide aus Mecklenburg - aus dem selben kleinen
Ort! Beide ein bisschen verrückt, was Tiere anging.
Es entstand eine Vertrautheit, die bis heute anhält."
Weite Wiesen, tiefe Wälder
Und so verbrachte Familie Busch - natürlich mit
Max - mehrfach ihren Urlaub in Fuchsmühl und Umgebung. "Unbeschwert,
unbelastet, fröhlich und ausgelassen. Zuhause
zehrten wir alle von dieser Zeit. Meinen Leuten gefiel
die Landschaft in der Oberpfalz ausgesprochen gut.
Weite Wiesen und Felder und tiefe, dichte Wälder",
erinnert sich Max in "Ich liebe meine Menschen
- trotzdem!". Kein bisschen anders sieht dies
Herrchen Wilfried Busch, der besonders die "endlosen
Wanderungen durch die herrliche Landschaft" schätzt. "Wir
waren früher viel in Spanien unterwegs." Mit
dem Wohnmobil habe die Familie mehr oder minder die
gesamte Mittelmeerküste erkundet, berichtet Wilfried
Busch. Doch damit war Schluss, nachdem Diebe einmal
das Wohnmobil plünderten. "Nach einem Urlaub
im Bayerischen Wald bin ich dann gewissermaßen über
den für mich ungewöhnlichen Namen Fuchsmühl
gestolpert." Ja und dann kam es zur Begegnung
zwischen Max und Cora. Heidi Busch-Manzel lässt
Max die Faszination Steinwald so beschreiben: "Am
liebsten hätte ich mich auf Dauer in der Oberpfalz
einquartiert. Das war natürlich ausgeschlossen.
Aber wir erlebten alle vier Jahreszeiten dort und jede
war einmalig schön, für meine Leute, aber
besonders für mich."
Tolle Erlebnisse
Heuer will Familie Busch wieder in die Oberpfalz kommen.
Auch wenn Max nicht mehr dabei sein kann, denn kurz
nachdem das Manuskript für "Ich liebe meine
Menschen - trotzdem!" fertiggestellt war, starb
der geliebte Vierbeiner nach einem Schlaganfall.
Es bleibt die Erinnerung an tolle Erlebnisse, an
denen Heidi Busch-Manzel die Leser ihres Erstlingswerks
teilhaben lassen möchte.
Die Autorin
Heidi Busch-Manzel kam in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern)
zur Welt. Kriegsflucht verschlug die Familie nach Witzenhausen
und Bremerhaven, wo Heidi Busch-Manzel ihre Kindheit
und Schulzeit verbrachte. Nach ihrem Pädagogik-Studium
an der Uni Bremen und ihrer ersten Lehramtsstelle im
Schuldienst in Bremerhaven zog sie 1968 nach Pfungstadt
(Hessen), wo sie eine Stelle als Lehrerin an der Gutenbergschule
in Eschollbrücken bekam. Dort unterrichtete sie
bis zu ihrer Pensionierung. Über 13 Jahre hatte
Heidi Busch-Manzel einen Schäferhund, über
zehn Jahre einen Schäferhund-Labrador-Mix. Viele
Jahre beeinflussten zusätzlich insgesamt fünf
Katzen das Leben der Familie (verheiratet seit 1967,
zwei Töchter).
(hd) |