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Ritter von Falkenfels von Jens-Uwe Nebauer
 
Rezension KARFUNKEL Nr. 81, April - Mai 2009
 
Gerrit von Falkenfels ist ein Musterbeispiel für das deutsche Rittertum des 12. Jh.: gut aussehend, tapfer, galant, gerecht und mit einem starken Schwertarm ausgestattet. Schon als junger Knappe beweist er seinem Lehnsherrn seinen unerschütterlichen Mut; weil er ihn in der Schlacht rettet, wird er früh zum Ritter geschlagen und kann die Stammburg seiner Familie übernehmen - nicht ohne mit seiner Mutter aneinanderzugeraten, die bisher die Geschäfte der Familie in den Händen hielt. Sein Vater ist auf einem der Italienfeldzüge des großen Kaisers Barbarossa gefallen. Als mystisches Erbe neben den wohl verwalteten Gütern hat er Gerrit ein geheimnisvolles Amulett und damit das Geheimnis der Familie hinterlassen, das leider nicht nur Gerrit schnellstmöglich lüften möchte. Er gerät in die Mühlen des mittelalterlichen Spiels um Reichtum und Macht, wird Opfer von Intrigen und Angriffen seiner Nachbarn und muß sein ritterliches Können bei zahlreichen Gelegenheiten immer wieder unter Beweis stellen... Einen weiten Bogen umspannt die Handlung des Romans „Ritter von Falkenfels" von Jens Uwe Nebauer, der in zwei Bänden erschienen ist. Farbenprächtig läßt er die Welt um den jungen Gerrit auferstehen. Die geschichtlichen und politischen Verwicklungen beschreibt Nebauer ausführlich und detailreich - und leider verliert sich dadurch an manchen Stellen die wesentliche Handlung und Spannung. Auch hätte es dem jungen Helden gut getan, die eine oder andere charakterliche „Kante" auf den durchtrainierten Leib geschrieben zu bekommen, um ihn zu einem Helden für das richtige Mitfiebern zu machen. Wer aber die Epoche Barbarossas genießen und etwas über die geschichtlichen Abläufe, politischen Intrigen, das heilige Land, Legenden und das Ideal des Ritters erfahren möchte, ist bei „Ritter von Falkenfels" bestens aufgehoben.

agre
 
 
Rezension Magazin LARP ZEIT
 
Deutschland in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts.
Der junge Gerrit von Falkenfels wird schon mit 18 Jahren zum Ritter ge-schlagen und tritt damit das Erbe und ein geheimes Vermächtnis seines in Italien ermordeten Vaters an.
Schon bald zieht er mit Kaiser Friedrich I. Barbarossa in den Krieg gegen Heinrich den Löwen. Er verliebt sich in die Tochter des Landgrafen von Thüringen, und beide machen sich große Hoffnung auf den Ehebund.

Doch Gerrit wird Opfer der Politik und für drei Jahre ins Heilige Land verbannt. Im Königreich Jerusalem macht er sich einen Namen und verliebt sich erneut.

Als er zum Schutz seiner Liebe das Geheimnis seines Vaters einsetzt, lässt das seine Feinde aufhorchen und todbringende Intrigen spinnen.

Der Autor verbindet in dem zweiteiligen Roman historische Fakten und Umgangsformen mit den kleinen und großen Abenteuern seiner fiktiven Hauptfigur.

Trotz teilweise sehr ausführlicher Erläuterungen zu Personen und Orten lassen sich die etwa 900 Seiten hintereinander weg verschlingen.

Eine spannende, geradlinige Geschichte, die trotzdem Überraschungen bereit hält.

Tara Moritzen (Magazin: LARP - Zeit)
 
 
 

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